Dark Patterns im Design von Benutzeroberflächen

In einem neuen Artikel geben Narayanan et al. einen guten Überblick über das Konzept der “Dark Patterns” (engl. Dunkle (Design)Muster). Hierunter versteht man Praktiken im Design von Benutzeroberflächen, die sich aus Erkenntnissen der Forschung zu Ettikettenschwindel, Nudging sowie Growth Hacking entwickelt haben. Typische Beispiele sind Firmen, die die Telefonnummern ihrer Benutzer aus scheinbaren Sicherheitsgründen erfragen, sie dann allerdings zu Werbezwecken nutzen oder Countdowns für Angebote auf Shoppingseiten, die den Nutzer künstlich unter Zeitdruck setzen. 

Für uns ist es besonders interessant, dass sie Designern auch Wege aufzeigen um Dark Patterns zu vermeiden. Laut  Narayanan et al., ist es besonders wichtig die Werte, die den Designprozess beeinflussen klar zu artikulieren und laufend im Team zu debattieren. Sie stellen fest, dass viele Probleme außerhalb des Einflusses und der Verantwortung einzelner Designer sind und diese Diskussion deshalb Teil des Designprozesses im Ganzen sein sollte.  Diese Nische kann EDAP füllen. EDAP lässt sich direkt in den Softwareentwicklungsprozess einbetten. Darüber hinaus bietet es Entwicklern und Designern so die Möglichkeit sich ihrer Werte bewusst zu werden und sie klar zu formulieren. Dies macht Entscheidungsprozesse transparent und leicht nachvollziehbar.